• Chinakohl

    Schon sein Name verrät es: Der Chinakohl wird bereits seit dem 5. Jahrhundert traditionell in China angebaut. Dort wird er „Zahn des weißen Drachens“ genannt. Vermutlich ist er eine Kreuzung zwischen dem chinesischen Blattgemüse „Pak-Choi“ und einer Rübenart.

    In Europa musste man noch bis Ende des 19. Jahrhunderts auf den abwechslungsreichen Kohl verzichten. Die Gärten deutscher Feinschmecker erreichte er nach einem Umweg über Amerika. Erst seit wenigen Jahrzehnten erobert der Chinakohl die Märkte und gewinnt laufend an Bedeutung. Der Chinakohl stammt aus der Familie der Kreuzblütler. Er wird auch Blätterkohl, Pekingkohl oder Kochsalat genannt. Seine gewellten Blätter schließen sich von der Wurzel aus zu einem lockeren kegelförmigen oder ovalen Kopf von 50 bis 60 cm Länge zusammen. Der sonst kohltypische Strunk fehlt ihm vollständig. Chinakohl hat je nach Sorte gelbe bis grüne Außenblätter. Die Innenblätter sind gelb bis goldgelb. Erntefrische Köpfe wiegen zwischen 800 und 1200 g.

  • Tipps & Tricks

    Einkauf: Die Köpfe sollten fest geschlossen sein, die Schnittfläche hell und frisch und die Blattränder knackig.    

    Lagerung: Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt er bis zu zehn Tage frisch. So kann man ihn ratenweise verbrauchen. Den angeschnittenen Kohl locker mit Folie verpacken. 

    Vorbereitung: Chinakohl ist praktisch topffertig. Nur die Außenblätter sollten entfernt und der Kohl im Ganzen gewaschen werden.

  • Ernährung & Gesundheit

    • Leicht verdaulich.
    • Hoher Kaliumgehalt sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt.
    • Reich an Vitamin C.
  • Ernte

    Die Gemüseanbauer pflanzen oder säen Chinakohl im Freilandanbau von Ende Februar bis Ende Juli aus. Er wächst schnell und die Köpfe gelangen nach acht bis zehn Wochen auf dem Markt. Die Pflanzen vertragen Temperaturen bis Minus sechs Grad Celsius und können bis Dezember geerntet werden. Dabei ist Sorgfalt besonders wichtig: Die knackigen Blätter brechen schnell und Verletzungen können zu Faulstellen führen. Zur Ernte wird der Kopf aus den Umblättern heraus geschnitten und gleich auf dem Feld in Kisten oder Foliensäcke verpackt. In Kühlräumen oder Kohlscheunen lässt er sich gut lagern. Heimischer Chinakohl aus dem Herbstanbau ist so von September bis März auf dem Markt.

  • Kochen

    Roh als Salat: Das Dressing darf kräftig sein, also mit Sahne, Joghurt, Mayonnaise oder Käse angereichert werden. Chinakohl lässt sich gut mir Obst wie Äpfeln, Apfelsinen oder Pfirsichen, mit Gemüse wie Tomaten, Paprika und Gurken oder mit herzhaften Zutaten wie Schinkenwürfel und gekochten Eiern kombinieren. Als Salat bleibt er über Stunden ansehnlich und appetitlich.

    Als Gemüse: Gegart wird er am besten im Wok oder durch Mitkochen in Suppen und Eintöpfen. Als Garzeit reichen acht bis zehn Minuten.